"Wie geplant": FIFA will iranische WM-Spiele nicht verlegen
Der Fußball-Weltverband FIFA hält weiter an seinem WM-Spielplan fest und plant keine Verlegung der iranischen Spiele nach Mexiko. "Die FIFA freut sich darauf, dass alle an der Weltmeisterschaft teilnehmenden Mannschaften im Geiste des Fairplays und des gegenseitigen Respekts gegeneinander antreten", sagte Präsident Gianni Infantino am Donnerstag im Rahmen einer Online-Sitzung des FIFA-Rates in Zürich: "Wir haben einen Zeitplan. Bald werden die 48 teilnehmenden Mannschaften bestätigt sein, und wir wollen, dass die Weltmeisterschaft wie geplant stattfindet."
Aufgrund des Krieges im Nahen Osten hatte zuvor der iranische Verbandspräsident Mehdi Taj in einer Stellungnahme erklärt, dass man mit der FIFA über eine Austragung der iranischen Spiele in Mexiko verhandele. Die mexikanische Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum hatte sich am Dienstag offen für diese Idee gezeigt und auf die Frage, ob ihr Land einem entsprechenden Antrag auf Verlegung zustimmen würde, schlicht mit "Ja" geantwortet.
Die FIFA könne "keine geopolitischen Konflikte lösen", sagte Infantino, "aber wir sind entschlossen, die Kraft des Fußballs und der WM zu nutzen, um Brücken zu bauen und den Frieden zu fördern, denn unsere Gedanken sind bei all jenen, die unter den Folgen der anhaltenden Kriege leiden".
Der Iran soll beim Turnier im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) in der Vorrunde in Los Angeles gegen Neuseeland und Belgien antreten, danach in Seattle gegen Ägypten. Das WM-Quartier der Mannschaft wurde in Tucson/Arizona gebucht.
F.Tremblay--SMC