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Studie: Haushalte mit geringem Einkommen brauchen bei Wärmewende Unterstützung
Die Umstellung der Wärmeversorgung von fossilen auf erneuerbare Energien erfordert hohe Investitionen - laut einer Untersuchung ist sie mit einem Gesamtbedarf von 86 Milliarden Euro pro Jahr aber "volkswirtschaftlich leistbar". Rund die Hälfte davon falle für Instandhaltung ohnehin an, erklärte am Mittwoch das Öko-Institut, das die Studie im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität erstellte. Haushalte mit weniger als 2000 Euro Nettoeinkommen können ihren Anteil demnach allerdings "nicht aus eigener Kraft finanzieren".
Spritpreise im Vergleich zur Vorwoche deutlich gestiegen
Die Preise an den deutschen Tankstellen sind in den vergangenen Tagen weiter deutlich gestiegen. Aktuell koste ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 2,259 Euro und damit 7,6 Cent mehr als in der Vorwoche, teilte der ADAC am Mittwoch mit. Diesel verteuerte sich demnach um fast neun Cent auf 2,321 Euro pro Liter.
E-Lkw von Mercedes-Benz sollen Amazons Transportnetzwerk nachhaltiger machen
Elektro-Lkw sind auf Deutschlands Straßen bislang die Ausnahme - der Online-Versandhändler Amazon will mit batterieelektrischen Lastwagen von Daimler Truck sein Transportnetzwerk nun stärker auf Nachhaltigkeit trimmen. Wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten, sollen bis Ende des Jahres mehr als 50 dieser E-Lkw für Amazon in Deutschland unterwegs sein. Am Mittwoch wurden die ersten 27 Mercedes-Benz eActros 600 offiziell an Amazon übergeben.
Google will 13 Milliarden Euro in digitale Infrastruktur in Finnland investieren
Der US-Technologieriese Google hat eine massive Ausweitung seiner Investitionen in Rechenzentren und digitale Infrastruktur in Finnland angekündigt. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, sollen in den kommenden beiden Jahren 13 Milliarden Euro in dem skandinavischen Land investiert werden. Der Schritt sei "Googles größte Einzelinvestition in Europa" - und ein Beleg für Finnlands "Vorreiterrolle beim verantwortungsvollen Aufbau" von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI).
EU-Gericht bestätigt: Booking darf eTraveli nicht übernehmen
Der Reiseanbieter Booking.com darf das Flugportal eTraveli nicht übernehmen. Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg bestätigte am Mittwoch die entsprechende Entscheidung der EU-Kommission von 2023. Eine Fusion der beiden Firmen würde den Wettbewerb deutlich behindern, entschied es. (Az. T-1139/23)
Zahl der Eingliederungshilfen für junge Menschen mit seelischer Behinderung verdoppelt
Die Zahl der Eingliederungshilfen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit seelischer Behinderung hat sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Im Jahr 2024 wurden gut 174.000 Eingliederungshilfen gewährt, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das waren 115 Prozent mehr als 2014 mit knapp 80.800.
Trump verschärft mit neuen Einfuhrsperren und Zöllen Handelsstreit mit Kanada
US-Präsident Donald Trump hat den Handelsstreit mit Kanada durch weitere Schritte verschärft. Als Reaktion auf kanadische Gegenzölle verhängte Trump am Dienstag per Dekret eine Einfuhrsperre für bestimmte kanadische Produkte. Zudem erhöhte er auf weitere Waren aus Kanada die Zölle um 50 Prozent. Zuvor waren von Kanada verhängte Gegenzölle in Kraft getreten. Der Handelsstreit zwischen den Nachbarländern war nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert.
Neuer Apple-Chef Ternus stellt erstmals Produkte vor
Der neue Apple-Chef John Ternus stellt am Mittwoch am Konzernsitz in Cupertino in Kalifornien erstmals Produktneuerungen vor (ab 19.00 Uhr MESZ). Erwartet wird unter anderem ein faltbares iPhone. Ternus hatte den Chefposten bei Apple vor rund einer Woche von dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Tim Cook übernommen.
EU-Kommission stellt Rechtsrahmen für Vorgehen gegen Kurzzeitvermietungen vor
Die EU-Kommission stellt am Mittwoch einen Rechtsrahmen vor, der Städten beim Vorgehen gegen Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb helfen soll. Kommunen sollen solche Kurzzeitvermietungen an Touristen verbieten oder einschränken dürfen, wenn der Wohnungsmarkt besonders angespannt ist. Dafür soll es einheitliche Kriterien geben.
Digitalminister stellt Namen der digitalen Brieftasche vor
Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) will am Mittwoch den künftigen Namen der digitalen Brieftasche, die bisher sogenannte EUDI-Wallet, vorstellen (14.30 Uhr). Außerdem will er in Berlin das dafür geplante Logo und das Partnerunternehmen für die technische Umsetzung der Wallet präsentieren.
Steelcase ernennt die bewährte Wachstumsmanagerin Irene Tasi zum President
Die erfahrene, unternehmerisch denkende und innovative Führungskraft wird das Unternehmen Steelcase leiten, während dieses auf seiner Führungsrolle im Designbereich, seinem Händlernetzwerk und seiner kundenorientierten Strategie aufbaut.
Experten fordern Änderungen an Social Media statt Verbot
Zahlreiche Experten und Kinderrechtsorganisation haben anstelle eines Social-Media-Verbots Änderungen an Plattformen wie Instagram, Tiktok und Youtube gefordert. "Kinder brauchen und verdienen sichere, altersgerechte digitale Dienste", schreiben 132 Organisationen und Forscher in einem offenen Brief vom Dienstag. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will in der kommenden Woche ihre Pläne für Altersbeschränkungen im Internet vorstellen.
Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen
Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit 31 Toten hat in Paris der Prozess gegen 14 mutmaßliche Schleuser begonnen. Sie sind unter anderem der fahrlässigen Tötung angeklagt. Es handelte sich um den schlimmsten Unfall, seitdem Migranten versuchen, in Schlauchbooten den Ärmelkanal zu überqueren. Zudem gab es Vorwürfe wegen unterlassener Hilfeleistung gegen die französischen Behörden. Diese sind Gegenstand eines weiteren Verfahrens.
Feuerzeughersteller BIC will mit Kiffern in den USA Geschäft beleben
Der französische Feuerzeughersteller BIC will mit Hilfe von Kiffern in den USA sein Geschäft ankurbeln. BIC-Vortstandschef Rob Versloot sagte am Dienstag bei der Präsentation einer neuen Unternehmensstrategie in Paris, er komme aus Amsterdam, aber in den USA nehme der Cannabiskonsum viel schneller zu als jemals zuvor in den Niederlanden. Mit einer Neuauflage des in den 1970er Jahre populären Werbeslogans "Flick my Bic" wolle das Unternehmen den US-Markt erobern.
Privat- und Güterbahnen stellen DB-Infrastrukturtochter vernichtendes Urteil aus
Privatbahnen, Güterbahnen und der Fahrgastverband ProBahn haben ein vernichtendes Urteil über die Arbeit der seit 2024 offiziell "gemeinwohlorientierten" Deutsche-Bahn-Tochter DB Infrago gefällt. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Unternehmen des Privatbahnenverbandes mofair, des Verbandes Die Güterbahnen und von ProBahn bewerteten diese die Arbeit mit "ungenügend". So sagten 100 Prozent der befragten Güterbahnbetreiber, die Leistung der DB Infrago habe sich in den vergangenen Jahren verschlechtert.
"Dampfkochtop" Ceuta: Präsident bittet EU um Hilfe bei Bewältigung der Migrationskrise
Mehr als einen Monat nach dem Massenandrang von Menschen aus Marokko in die spanische Exklave Ceuta ist die Lage dort nach offiziellen örtlichen Angaben nach wie vor "untragbar". Ceuta sei "derzeit ein Dampfkochtopf, der jederzeit explodieren kann", sagte Ceutas Präsident Juan Jesús Vivas am Dienstag auf einer Pressekonferenz im EU-Parlament in Brüssel. "Wir stehen am Rand des Zusammenbruchs", verdeutlichte er.
Nötige Befüllung von Gasspeichern laut Betreibern kaum noch möglich
Die Betreiber von Gasspeichern in Deutschland haben vor einem sich schließenden Zeitfenster für die Befüllung ihrer Anlagen gewarnt. "Technisch kann bis zum 1. November noch ein Füllstand von rund 77 Prozent erreicht werden", erklärte die Initiative Energien Speichern (Ines) am Dienstag. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht deshalb die Versorgungslage in Deutschland dennoch nicht gefährdet. Das Preisportal Verivox meldet allerdings bereits deutlich gestiegene Preise.
Deutschland darf Insulin-Hersteller Sanofi mit 400 Millionen Euro unterstützen
Deutschland darf den Insulin-Hersteller Sanofi mit 400 Millionen Euro unterstützen, um dessen Werk in Höchst bei Frankfurt zu sichern. Die EU-Kommission in Brüssel gab am Dienstag grünes Licht für die Subvention, mit der die Versorgung von Diabetikern in Deutschlands sichergestellt werden soll. "Ohne die Hilfen würde Sanofi seinen deutschen Standort schließen", begründete die Kommission ihre Entscheidung.
Kartellamt: Prüfung der Spritpreise läuft planmäßig
Das Bundeskartellamt sieht in dem jüngsten erneut kräftigen Anstieg der Spritpreise in Deutschland eine Bestätigung für die laufenden kartellrechtlichen Untersuchungen der Preisgestaltung. Kartellamtspräsident Andreas Mundt erklärte am Dienstag in Bonn, "die aktuellen Preise, auch die Nettopreise für Kraftstoffe, unterstreichen die Notwendigkeit, die Preisbildung auf der Raffinerieebene sehr genau zu untersuchen." Deswegen sei es richtig, das bereits laufende Verfahren mit Nachdruck voranzutreiben.
Rat der EU: Umfrage zu Entwürfen neuer Euro-Banknoten läuft noch bis 21. September
Der Rat der EU-Länder hat die Menschen in Europa dazu aufgefordert, über das Design der neuen Euro-Banknoten abzustimmen. Die Online-Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) laufe noch bis zum 21. September, erklärte der Rat am Dienstag in Onlinediensten. Auf der Website der EZB können Teilnehmer der Umfrage die zehn verschiedenen Entwürfe für die Banknoten ansehen und bewerten.
Arbeitgeberpräsident fordert politische Konsequenzen aus neuer Pisa-Studie
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat politische Konsequenzen aus den Ergebnissen der neuen Pisa-Studie gefordert. "Wir müssen Bildung vom Ergebnis her denken: Jedes Kind muss die Schule mit dem Rüstzeug für Ausbildung, Studium und Beruf verlassen", erklärte Dulger am Dienstag kurz nach Veröffentlichung der Studienergebnisse. Demnach schneiden Deutschlands Schülerinnen und Schüler in Lesekompetenz und Mathematik schlechter ab als je zuvor.
Studie: Fast 1,7 Millionen Menschen starben 2023 an Folgen von Passivrauchen
Mehr als 2,7 Milliarden Menschen weltweit leiden einer neuen Studie zufolge unter Passivrauchen, darunter 767 Millionen Kinder. Wie aus der am Dienstag im britischen Fachmagazin "The Lancet" veröffentlichten Studie hervorgeht, trug das Einatmen von Tabakrauch allein im Jahr 2023 zu fast 1,7 Millionen Todesfällen unter Nichtrauchern bei.
EuGH: Politische Kampagne namens "IKEA-Plan" kann Möbelhändler schaden
Im Markenstreit zwischen Ikea und einer belgischen politischen Partei hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) zugunsten des Möbelhändlers entschieden. Einen Plan zur Asylpolitik mit "IKEA" abzukürzen, kann der Wertschätzung der Marke und damit dem Interesse von Ikea schaden, wie der EuGH am Dienstag in Luxemburg entschied. Die Präsentation des Plans ähnelte einer Ikea-Montageanleitung. (Az. C-298/23)
Riad: Dutzende Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien - Schäden an Energieanlagen
Bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Ziele in Saudi-Arabien sind nach Angaben aus Riad mindestens 73 Menschen verletzt worden. Durch die Attacken der pro-iranischen Miliz auf Anlagen im Energiebereich im Süden des Golfstaates seien "Brände an mehreren Orten" ausgelöst worden, sagte ein Vertreter des saudiarabischen Energieministeriums am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur SPA. Das habe zu einer "vorübergehenden Unterbrechung bestimmter Abläufe" geführt. Mehrere Menschen seien verletzt worden.
Paare in Deutschland: 13 Prozent der Frauen mit höherem Bildungsabschluss als Partner
13 Prozent der Frauen in Deutschland haben einen höheren Bildungsabschluss als ihr Partner. Umgekehrt haben 25 Prozent der Männer in gemischtgeschlechtlichen Beziehungen ein höheres Bildungsniveau, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Bei 63 Prozent ist der Bildungsstand demnach gleich oder ähnlich.
59 Prozent des erzeugten Stroms in Deutschland im ersten Halbjahr aus Erneuerbaren
Im ersten Halbjahr stammten 59,1 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Insgesamt wurden 220,7 Milliarden Kilowattstunden Strom eingespeist, 136,4 Milliarden davon aus Erneuerbaren, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Im ersten Halbjahr 2025 hatte der Anteil bei 58,0 Prozent gelegen.
Deutsche Exporte im Juli leicht gesunken - Lieferungen in die USA stark gestiegen
Deutschlands Exporte sind im Juli leicht gesunken. Im Vergleich zum Vormonat verringerten sie sich um 0,8 Prozent auf 138,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hielt der positive Trend jedoch an, die Ausfuhren stiegen hier um 6,1 Prozent.
Handelsstreit mit den USA: Kanadische Gegenzölle in Kraft getreten
Im Handelsstreit mit den USA sind am Dienstag die von Kanada verhängten Gegenzölle in Kraft getreten. Die Aufschläge in Höhe von 15 bis 50 Prozent betrifft eine Reihe von US-Waren im Gesamtwert von 20 Milliarden Dollar (17,2 Milliarden Euro), darunter Stahl- und Aluminiumprodukte sowie Milchprodukte. Einige Meeresfrüchteprodukte wurden von der ursprünglichen Liste jedoch gestrichen.
Gasspeicher-Betreiber: Bis 1. November noch Befüllung zu 77 Prozent möglich
Die Betreiber von Gasspeichern in Deutschland haben vor einem sich schließenden Zeitfenster für die Befüllung ihrer Anlagen gewarnt. "Technisch kann bis zum 1. November noch ein Füllstand von rund 77 Prozent erreicht werden", erklärte die Initiative Energien Speichern (Ines) am Dienstag. "Entscheidend ist nun aber, ob die Speicherkunden ihre gebuchten Kapazitäten tatsächlich befüllen - und ob dies schnell genug geschieht."
"Falsche Schlussfolgerungen": Frei warnt SPD vor Aufschnüren des Rentenpakets
Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat Forderungen der SPD nach Änderungen bei den geplanten Reformen zurückgewiesen. Er sei überzeugt, dass die Koalition aus dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt "keine falschen Schlussfolgerungen ziehen darf", sagte Frei vor einer Sitzung der Unionsfraktion am Montag in Berlin. "Eine falsche Schlussfolgerung wäre, dass man die vielfachen Reformen, die wir in Angriff genommen haben, nicht mit einem hohen Tempo weiter fortsetzte."
Bas kündigt nach Landtagswahl Konsequenzen an: "Ein 'Weiter so' geht nicht"
SPD-Chefin Bärbel Bas hat nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt inhaltliche Konsequenzen angekündigt. "Ich finde, ein 'Weiter so' geht nicht", sagte Bas am Montag in Berlin. Zwar sei der Reformkurs der Bundesregierung richtig und notwendig, aber "wir dürfen die Sozialreformen nicht gegen die Menschen machen", betonte die Bundesarbeitsministerin.
Raketenabwehr statt Autos: VW verkauft Werk Osnabrück an israelischen Investor
Im Volkswagen-Werk in Osnabrück sollen künftig keine Autos mehr, dafür Luftverteidigungssysteme gebaut werden. Das Land Niedersachsen, der VW-Konzern, der Investor Aurelius Capital aus Tel Aviv und der israelische Rafael-Rüstungskonzern schlossen am Montag eine entsprechende Vereinbarung. VW zieht sich demnach vollständig vom Standort Osnabrück zurück.